Ein Tempo ist eine Zeiteinheit im Schach, meist ein Zug. Wer sich mit einer Drohung entwickelt, kann ein Tempo gewinnen, weil der Gegner reagieren muss. Der Begriff beschreibt auch präzise Zugfolgen im Endspiel, wo ein einziger zusätzlicher oder eingesparter Zug entscheidend sein kann.
Ein konkretes Beispiel
Dein Springer entwickelt sich mit Angriff auf die gegnerische Dame. Muss die Dame auf ein weniger aktives Feld ziehen, hast du deine Entwicklung vorangebracht, während der Gegner erneut dieselbe Figur bewegen musste.
Ein typischer Fehler
Jeden Angriff auf die Dame als Tempogewinn zählen. Zieht sie auf ein besseres Feld und erzeugt eine stärkere Drohung, kann der Angriffsversuch sogar Zeit kosten. Auch wiederholte Springerzüge können die eigene Entwicklung verzögern.
So übst du es bei deiner nächsten Analyse
Vergleiche nach einer Zugfolge, welche Seite ihre Stellung wirklich verbessert hat. Im Bauernendspiel zähle konkrete Königszüge und prüfe, wer am entscheidenden Punkt am Zug sein wird.